6-Tage Condor Trekking

1. Tag Condor Trek |
Von Quito nach San José del Tablon Alto, wo das Trekking beginnt.
Trekking El Tablón - Cerro Quillinio |
2. Tag Condor Trek |
Trekking Cerro Quillinio – Heiße Quellen |
3. Tag Condor Trek |
Heiße Quellen – Plaza de Armas - Laguna Volcano |
4. Tag Condor Trek |
Trekking Laguna Volcán – La Peña |
5. Tag Condor Trek |
Trekking La Peña – Laguna Amarilla – Laguna Pico Sur |
6. Tag Condor Trek |
Trekking Pico Sur – Laguna La Mica und Transfer zum Hostal ‚la Estacion' |
Schwierigkeitsgrad: II/ III (durchschnittlich/ anstrengend)
KLIMA
Die Trockenzeit in der Region ist zwischen November und Februar. Normalerweise regnet es in dieser Zeit nicht und die Wege sind trocken. In der Regenzeit, vor allem in den Monaten Mai bis August, regnet es mindestens 3 Tage die Woche und die Wege sind matschig während der ersten Tage des Trekkings. An allen Orten, wo gecampt wird, kann die Temperatur unter 0 Grad betragen.
Beschreibung des Trekkings
Tag 1: Quito - El Tablón. Trekking El Tablón - Cerro Quillinio
Morgens fahren wir von Quito los um die Gebirgskette der östlichen Anden hochzufahren in Richtung San José del Tablon Alto (3400 m), einem kleinen Dorf, das in der Mitte der östlichen Gebirgskette liegt. Hier treffen wir den Pferdetreiber und die Pferde, die sich während des Trekkings um das gesamte Gepäck kümmern werden. Wir beginnen unsere Wanderung auf der Kopfsteinpflasterstraße, die in die Berge führt. Wir kommen an Bohnen- und Kartoffelfeldern der Einheimischen und an einem Polylepsis-Wald vorbei. Polylepsis-Bäume haben eine eigenartige, papierartige Rinde. Am Ende des Waldes überqueren wir einen Fluss und erreichen den Paramo. Zuerst werden wir ein nasses Paramo-Tal durchqueren, das vor Ort ‚pantano' genannt wird. Bevor wir zu unserem Zeltplatz kommen, müssen wir uns noch durch hohes Paramo-Gras schlagen. Zelten werden wir am Fuße des Cerro Quillinio auf 4000 m. Es gibt auch eine Möglichkeit, weiter unten die Zelte aufzuschlagen. Die Tageswanderzeit beträgt etwa 5-6 Stunden. Der Transfer von Quito nach San José del Tablón dauert etwa 2 Stunden.
Tag 2: Trekking Cerro Quillinio – Heiße Quellen
Heute werden wir durch grün-braunes Gras (stipa ichu) bis zu einer Felskante auf 4200 m wandern, um dann an der Kante entlang auf- und absteigend zum Cadena Shayana Gipfel zu kommen. Von hier haben wir einen großartigen Ausblick und können die vielen Seen von Muertepungo und einen riesigen Lavastrom sehen, der sich vor einigen hundert Jahren bei einem Ausbruch des Antisana geformt hat. Den Antisana selber können wir hinter uns sehen. Wir steigen in östlicher Richtung in ein grünes Tal ab und erreichen eine hügelige Ebene mit steinigen Gebirgsgipfeln. Um auf die andere Seite der Ebene zu kommen, müssen wir uns durch dichte Paramo-Vegetation schlagen. Mit ein bisschen Glück können wir den Kondor hier sehen. Auf der anderen Seite der Ebene erwarten uns heiße Quellen, in deren Nähe wir unser Camp aufschlagen. Man kann sich mit dem Wasser der Quellen waschen, es sollte allerdings mit kaltem Wasser vermischt werden, da die Quellen über 50 Grad heiß sind.
Die Tageswanderzeit beträgt etwa 5-6 Stunden
Tag 3: Heiße Quellen – Plaza de Armas - Laguna Volcano
Da Sie planen, den Cotopaxi später zu besteigen, können Sie heute eine erste Gipfelbesteigung machen zur besseren Akklimatisierung. In südlicher Richtung werden wir durch einen Teil des Hochplateaus wandern und zu einem Gebirgspass kommen. Von dort kann die Besteigung des Plaza de Armas beginnen, dessen Gipfel auf 4500 m liegt. Der Wanderweg ist gut zu erkennen und es gibt keine technischen Schwierigkeiten. Man kommt an einem verlassenen Dorf vorbei, das schon ganz überwachsen ist vom dichten Wald und vielen puyas (bromeliaceae), die es hier ursprünglich gab. Es gibt eine Chance Bären oder auch Pumas zu sehen. Wir folgen einer Biegung und auf der anderen Seite steigen wir ab zu einem Vulkansee (Laguna Volcano). Wir werden direkt oberhalb des Sees unsere Zelte aufschlagen (3650 m). Die Naturvielfalt ist überwältigend und es lassen sich mindestens 10 unterschiedliche Arten von Orchideen finden. Am Nachmittag gibt es noch Zeit zum Forellenfischen im See. Tageswanderzeit mit Plaza de Armas zur Akklimatisierung beträgt etwa 7-8 Stunden, ohne die Akklimatisierung etwa 3-4 Stunden.
Tag 4: Trekking Laguna Volcán – La Peña
Heute ist ein langer, aber sehr schöner Anstieg geplant. Von unserem Zeltplatz geht es direkt nach oben auf einem gut markierten Weg. Schnell erreichen wir einen dichten polylepsis und gynoxis Wald mit überwältigendem Wuchs an Epiphyten (Aufsitzerpflanzen). Dieser Wald ist ein Zufluchtsort für seltene Säugetierarten wie Bergtapir und Puma. Man muss jedoch schon sehr viel Glück haben um diese Tiere zu sehen. Fußabdrücke sind allerdings häufiger zu finden. Durch grasigen Paramo und einen kleinen Fluss kommen wir zu einem Hochplateau, von wo aus man den Antisana (5758 m) vollständig sehen kann. Der Antisana ist Ecuadors vierthöchster Berg und ist bedeckt von beeindruckenden weißen Gletschern. Im Norden sehen wir einen weiteren Giganten, den Cayambe (5790 m), einen schneebedeckten Vulkan, der an seinen südlichen Ausläufern vom Äquator gestreift wird. Hier gibt es eine gute Möglichkeit, um Vögel zu sehen, die man hauptsächlich in großen Höhen findet, wie z.B. Caracaras, Adler und den Kondor. Wir werden langsam bis zu einem anderen Hochplateau wandern, das direkt unter dem majestätischen Antisana liegt und einen fantastischen Ausblick bietet. Wir kommen am Santa Lucia See (4350 m) vorbei, wo man viele Wasservögel sehen kann. Man kann z.B. eine Art Ibis entdecken, der endemisch ist und nur im Antisana Reservat vorkommt. Andere Tiere, die man an den Ufern des Sees beobachten kann, sind halbwilde Pferde und Rehe. Vor uns sehen wir die enorme Moränenlandschaft, die von den Gletschern geformt wurden. Nach einem etwa einstündigen Abstieg kommen wir in ein niedriger gelegenes Tal, wo wir die Nacht verbringen auf 4200 m.
Die Tageswanderzeit beträgt etwa 5-6 Stunden.
Tag 5: Trekking La Peña – Laguna Amarilla – Laguna Pico Sur
Heute werden wir entlang der Moränenränder wandern um die Gletschergrenze des Antisana (4800 m) zu erreichen. Von hier werden wir Richtung Süden entlang der Gletschergrenze wandern. Die Aussicht ist unvergesslich, da wir Ecuadors höchste Berge sehen können (bei guter Sicht sogar den Chimborazo!). Wir erreichen den Kratersee Amarilla, einen versteckten gelben See mitten in der Moränenlandschaft, der nach Schwefel riecht. Das Wasser des Sees fließt in einen kleinen Fluss, der weiß ist. Vor Ort ist dieser Fluss bekannt als ‚leche del volcán', die Milch des Vulkans. Nach einer Pause am See wandern wir weiter bis wir nach ein paar Stunden zu einem weiteren See kommen, der geprägt ist durch eine beeindruckende Mischung aus dunklem vulkanischen Gestein und weißen Eiswänden (hängende Gletscher). Von hier steigen wir ab in ein Tal, wo wir in der Nähe eines Flusses mit kristallklarem Wasser unser Camp aufschlagen werden (4600m).
Die Tageswanderzeit beträgt etwa 7-8 Stunden.
Tag 6: Trekking Pico Sur – Laguna La Mica und Transfer zum Hostal ‚la Estacion'
Am letzten Tag dieses Trekkings werden wir die faszinierende Aussicht auf der Südseite des Antisana genießen. Außerdem bekommen wir einen Eindruck vom Übergang von der Paramo-Landschaft zum dichten Anden-Nebelwald. Gemütlich können wir in ein grünes Tal absteigen und möglicherweise eine Ibis-Kolonie beobachten. Wir kommen zu einem See namens ‚La Mica', der Quitos Süden mit Wasser versorgt. An den Ufern des Sees entlang kommen wir zu einem Unterstand, der als Treffpunkt genutzt wird und wo unser Fahrer schon auf uns wartet, um uns zum Nationalpark Cotopaxi zu bringen.
Die Tageswanderzeit beträgt etwa 3-4 Stunden. Der Transfer zum Hostal ‚la Estacion' dauert etwa 3 Stunden.
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